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Während meiner Ausbildung zum Tontechniker beschäftigte ich mich unter anderem intensiv mit dem Thema Klassische Gitarre. Mit 18 Jahren begann ich Klassische Gitarre zu studieren und das Instrument hat eine solche Faszination auf mich ausgeübt, dass ich es als Thema für meine Diplomarbeit verwendet habe.
Da diese Arbeit sehr umfangreich ist und den Informationsgehalt gängiger Literatur im Internet übertrifft, möchte ich die Arbeit an dieser Stelle kurz vorstellen. Wer Interesse an dem vollständigen Text hat wird hier fündig.
Die Klassische Gitarre und ihre Mikrofonierung
"Mit dieser Ausarbeitung liegt ein umfassendes Werk vor, welches alle wichtigen Aspekte und Gedankengänge hinsichtlich einer kompletten Einführung zum Thema bereitstellt." (Zitat, Thomas Engelmann)
Einleitung
Die Gitarre gilt heute als eines der verbreitetsten Instrumente und findet in nahezu allen Stilrichtungen Verwendung. Egal ob Pop, Rock oder Folk - sie spielt immer eine wichtige Rolle. Gerade durch diese Vielfältigkeit gelingt es der Gitarre nahe zu jeden Typus Spieler zu bedienen und mit den verschiedenen Unterarten von akustischen und elektronischen Gitarrenmodellen auch klanglich ein so breites Feld abzudecken, dass kaum ein Wunsch offen bleibt. Durch den revolutionären technischen Fortschritt und die Entwicklung von Massenkommunikationsmedien wie Radio, Fernsehen und Internet wurde die Gitarre immer populärer, wurde sogar zum Instrument einer Jugendbewegung. Zudem war (und ist) die Gitarre mit einem Preis am unteren Ende der Skala von knapp € 100 für fast jeden erschwinglich. Sie kann überall hin mitgenommen werden, spielerische Erfolge, wenn auch auf niedrigem Niveau, stellen sich rasch ein. Musiker haben die Möglichkeit Konzerte überall auf der Welt zu veranstalten und erreichen schnell eine so große Anzahl von Zuhörern, wie es früher niemals der Fall gewesen wäre. All diese Gründe trugen dazu bei, dass die Gitarre Einzug in viele Haushalte fand, doch durch diese Vielzahl von Eindrücken ist es unvermeidlich, dass sich heutzutage jeder einzelne Mensch klanglich etwas anderes vorstellt wenn er an eine Gitarre oder an Gitarrenmusik denkt. Und nur wenige werden noch das traditionelle, ursprüngliche Bild der Gitarre im Kopf haben, dass klassische Instrument, welches durch viele spanische Einflüsse geprägt ist: Das Kunstinstrument, welches ein intensives und langwieriges Studium verlangt, um auf hohem Niveau gespielt zu werden. Kaum einer denkt bei Gitarrenmusik heute noch an die ernste Musik von berühmten Komponisten wie Mauro Guilani, Fernando Sor oder Francisco Tarrega. Und die Flut der Begeisterung die mit Ándres Segovia einkehrte scheint schon längst wieder vergangen zu sein.
Da auch die Mehrzahl der tontechnischen Produktionen ein anderes Gitarrenklischee bedient und man im tontechnischen Alltag in Deutschland immer weniger mit klassischen Gitarristen zu tun hat, möchte ich mich mit dieser vernachlässigten Sparte befassen, um vielleicht bessere Ergebnisse bei Tonaufnahmen einer Konzertgitarre zu erzielen. Diese Diplomarbeit beschäftigt sich also mit der Klassischen Gitarre und dem klassischen Gitarristen und versucht die Feinheiten des Instruments und seines Spiels näher zu beschreiben, um dem Tontechniker Kenntnisse zu vermitteln, welche ihm dabei helfen sollen, sich in den Virtuosen hineinzuversetzen, besser mit eventuellen Problemen umgehen zu können, das Spiel des Gitarristen zu durchschauen um das Instrument als solches in all seiner Klangschönheit aufnehmen zu können. Des Weiteren sollen die qualitativen Unterschiede der Gitarren deutlich gemacht werden, um gegebenenfalls eine "schlechte" Gitarre gegen eine hervorragende austauschen zu können.